Was Empathie ist und wie wir empathischer und glücklicher werden

Empathie ist eine soziale Kompetenz, die darüber entscheidet, wie wir mit unserem Umfeld umgehen und wie viel Glück wir uns selbst aber auch unseren Mitmenschen entgegenbringen können. Da die Empathie und das empathisch sein extrem viel mit glücklich sein aber auch mit Selbstbewusstsein im Leben zutun hat, möchte ich dieses Thema ebenfalls unbedingt auf meinem Blog behandeln.

Empathie Definition

Empathie leitet sich aus dem griechischen Wort „empatheia“ ab, was übersetzt „Einfühlung“ bedeutet.

Was bedeutet es, empathisch zu sein? Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt (bewusste und unbewusste Gedanken), die Glaubenssätze und in das Weltbild anderer Menschen hineinversetzen zu können. Kurz gesagt bedeutet es, die Gefühle (entstanden aus Genetik und vergangenen Erfahrungen) anderer mitfühlen zu können. Nehmen wir einmal an, dass ein Mensch depressiv oder enttäuscht ist, dann können wir diese Gefühle nachempfinden. Mit Ausnahme von Menschen, die bestimmte psychische Erkrankungen haben, ist jeder Mensch zu einem gewissen Maß empathisch. 10% aller Menschen zählen zu den Empathen und lediglich 2% aller Menschen sind "hochempathisch" veranlagt.

Empathische Menschen werden oft als sympathisch empfunden, während Menschen, die für die Gedanken und Gefühle anderer gänzlich unempfänglich sind, oftmals als kalt und sozial inkompetent beschrieben werden.

Arten der Empathie

Kognitive Empathie

Beschreibt die Fähigkeit, die Gefühle, Absichten, Motive und Gedanken eines anderen Menschen nachzuvollziehen, ohne diese Gefühle nachempfinden zu müssen bzw. darauf zu reagieren. Dabei kann ein Persönlichkeitsmodell helfen. Kognitive Empathie bedeutet also, dass man versteht, was in einem anderen vorgeht, ohne sich selbst davon beeinflussen zu lassen.

Emotionale Empathie

Beschreibt die Fähigkeit, die Gefühle, Absichten, Motive und Gedanken eines anderen Menschen annehmen zu können. Somit fühlt man direkt, was der andere fühlt. Man kann es also als Mitgefühl, Mitleid oder auch Teilhabe an den Gefühlen eines anderen bezeichnen.

In Verhandlungssituationen oder in einer Psychotherapie ist vor allem die kognitive Empathie gefragt. Man möchte primär eine möglichst gute Vereinbarung für sich und den Klienten erreichen und nicht aus Mitleid Bedingungen zustimmen oder auf Manipulationen reinfallen.

Oft beeinflussen sich emotionale und kognitive Empathie gegenseitig. Ein Mensch, der es schwer hat, eine  emotionale Empathie zu empfinden kann oft mit Ausarbeitung einer starken kognitiven Empathie geholfen werden.

Empathie trainieren

Emotionale Empathie lässt sich durch bestimmte Meditationstechniken verbessern, für kognitive Empathie empfehle ist das HUMM®-Persönlichkeitsmodell sehr empfehlenswert.

Empathische Menschen sind oft gute Zuhörer. Wer gut zuhören kann und dazu in der Lage ist, auf seinen Gesprächspartner einzugehen, kann somit seine Empathie schulen. Trainieren Sie also das aktive Zuhören, versuchen Sie die Beweggründe Ihres Gesprächspartners ein und stellen Sie Fragen. Achten Sie dabei auf die Körpersprache des anderen, die oft viel mehr sagt als seine Worte.

Trainieren Sie, auf den ersten Eindruck Ihres Gesprächspartners zu achten und dann im zweiten Schritt zu prüfen, ob sich dieser bewahrheitet.

10 Empathie Tipps, die uns mit Sicherheit empathischer machen

Konzentriere dich auf deinen Gegenüber

Empathische Menschen inspizieren ihren Gegenüber, merken sich viele seiner persönliche Eigenschaften und analysieren diese. Zudem zeigen Sie ihrem Gegenüber eine hohe Wertschätzung, damit dieser in der Interaktion so natürlich wie nur möglich sein kann. Schaue deinen Sprecher also direkt an, fokussiere dich auf ihn und höre aufmerksam zu.

Nutze sprachliche Bilder und Geschichten

Empathische Menschen nutzen sprachliche Bilder und bedienen sich des Elements des "Storytelling", sie erzählen also passend zum Gesprächsthema kleine Geschichten. Damit vernetzen sie sich bei anderen Menschen, wecken ihre Emotionen und bleiben somit eher bei anderen in Erinnerung.

Fokus auf die Mimik und Gestik 

80% der Kommunikation zwischen zwei Menschen findet non-verbal statt. Ihr Gegenüber kommuniziert also vor allem durch Mimik und Gestik und Sie natürlich auch. Genau daraus besteht eine effektive Kommunikation zu einem sehr großen Teil. Empathische Menschen können die Mimik und Gestik anderer sehr gut lesen und verstehen. Zum Beispiel sehen sie schnell ob eine Person depressiv, leicht genervt oder glücklich ist, indem sie auch unterschwellige emotionale Signale erkennen. Das geschieht vor allem durch Mimik und Gestik. Auch Handgesten und die damit verbundenen Signale lesen Empathen und setzen selbst welche ein, um wirksamer zu kommunizieren.

Keine Konflikte unterdrücken

Sie helfen niemandem, wenn Sie Konflikten aus dem Weg gehen oder Rebellisch entgegentreten. Sprechen Sie über die Probleme und finden Sie Lösungen. Wenn Sie empathisch sind, sollten Sie auch ihre Emotionen kontrollieren und wann Sie Gespräche lieber vermeiden. Aber wissen Sie auch, wann ihre Emotionen gefragt sind, um Menschen zu überzeugen und Verkäufe/Abschlüsse einfacher zu erzielen.

Gerade in Konfliktsituationen ist es sehr wichtig, zuzuhören. Komplexe Probleme lassen sich im sozialen Bereich sehr leicht durch Zuhören und Nachdenken lösen. Konzentrieren Sie sich dabei aber nicht auf das Problem, sondern steuern Sie einen konstruktiven und lösungsorientierten Ansatz bei, der Innovation und positive, hoffnungsvolle Stimmung schafft. Verständnisfragen helfen Ihnen sehr stark dabei, einen empathischen Eindruck bei anderen Menschen zu hinterlassen.

Bleiben Sie positiv

Wenn Sie Empathie an den Tag legen, zeigen Sie eine positive Einstellung. An Gesprächen beteiligen Sie sich bürokratisch und verbreiten Sie eine gute Stimmung. Empathische Menschen bestimmen selbst, wann positive Aspekte den Tag prägen und lassen sich nicht von Fehlschläge leiten. Positiv sein bedeutet auch positives Feedback zu geben und den Gegenüber zu bestätigen. Gelegentliche Komplimente verbessern Beziehungen und sorgen auch dafür, dass einfacher Positives und Hilfe zurück kommt bzw. dass Sie leichter darum bitten können

Stabile Beziehungen aufbauen

Menschen mit viel Empathie wissen, dass, wann und wie sie starke Beziehungen aufbauen müssen. Echte private und berufliche Beziehungen brauchen Zeit um sich zu entwickeln. Investieren Sie Zeit und und auch spürbares, beruflich/privates Interesse in andere Menschen, die Ihnen beruflich und privat nutzen... in Meetings und Treffen. Zeigen Sie Interesse an der Person, an Ihrem Fachbereich und wenn Ihr Gegenüber dieses Interesse spürt, können Sie leicht um Hilfe bitten. Bemühen Sie sich auch, in diesem Bereich und in Ihrem Fachbereich, neue Techniken und Strategien von anderen Menschen zu lernen .

 

  1. Sie wissen, wie und wann Menschen ermutigt werden müssen

Empathen haben das richtige Gespür dafür, wann andere Menschen bei der Arbeit aufgebaut werden müssen. Es ist eine ihrer Top-Führungsfähigkeiten und sie wissen, wie und wann sie ihre Mitarbeiter am Besten erreichen. Ermutigung hilft den Menschen bei der Verarbeitung von Rückschlägen.

 

  1. Sie lassen sich von einem „Dream Team“ helfen

Die berufliche Karriere steht und fällt mit dem Umfeld. Empathische Menschen profitieren von der Beratung und den Ressourcen des umgebenden Teams. Empathen bauen deshalb ein Netzwerk aus Mentoren, Freunden und Förderern auf, um ihre Ziele erreichen zu können. Gleichzeitig teilen sie Wissen und zählen nicht mit, was Sie für andere schon alles getan haben.

 

  1. Sie haben Freunde, die sie unterstützen,

Empathische Menschen sind produktiv und glücklich, weil sie ein großes soziales Umfeld pflegen. Sie entspannen gern mit Freunden und kehren körperlich und geistig frisch an die Arbeit zurück.

 

  1. Sie hinterfragen ihre Gefühle

Empathische Menschen nutzen Methoden zur Selbstreflexion, um ihre Gefühle zu verstehen. Sie wissen, dass ihre Produktivität von negativen Einflüssen belastet wird. Deshalb gehen sie diesen Gefühlen auf den Grund und überlegen sich, wie sie ihre Situation zum Positiven hin verändern müssen.