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Was Selbstwertgefühl ist. Wie der Selbstwert unser Leben beeinflusst und verändert.

Der Selbstwert beschreibt die Bewertung, die ein Mensch von sich selbst vorgenommen hat und welches Bewusstsein ein Mensch sich selbst und seiner Umwelt entgegenbringen kann/will.

Der Selbstwert eines Menschen ist ein wichtiges, psychologisches Grundbedürfnis, das sehr stark darüber entscheidet, inwieweit ein Mensch Bedürfnisse (aus den oberen Reihen) der Bedürfnispyramide nach Maslow erfüllen kann. Dazu gehören soziale Bedürfnisse aber auch Bedürfnisse der Selbstverwirklichung. Ist das Selbstwertgefühl eines Menschen sehr gering, kann es auch Einfluss auf die Erfüllung von Bedürfnisse aus den unteren Reihen der Bedürfnispyramide, wie Sicherheit und Gesundheit nehmen.

Mangelnder Selbstwert - Eindeutige Symptome 

Suche nach Erfüllung ohne innere Arbeit: Wir suchen in unserem Leben nach "der magischen Pille", nach einem Weg oder nach einer Methode, die unsere Grundbedürfnisse befriedigt, welche eigentlich Arbeit an unserem Inneren erfordert. Beispiele: Wenn wir einsam sind und keine Partner haben, versuchen wir krampfhaft an einen zu kommen, wie zum Beispiel durch ständiges Ansprechen von Frauen auf der Straße . Wenn wir Geldprobleme haben, versuchen wir krampfhaft an Geld zu kommen, wie zum Beispiel durch Casino-Spiele.

Ein starkes Zeichen für mangelndes Selbstwertgefühl ist auch, dass wir uns sogar einsam fühlen, obwohl wir einen Partner und/oder viele Freunde haben.

Kein Selbst-Bewusst-Sein: Wir wissen nicht wirklich, wer wir selbst sind und warum wir eigentlich am Leben sind. Der Sinn des Leben fehlt, weil wir nicht wissen, welche Stärken und Werte wir haben.

Unbehagen vor neuen Dingen: Wir haben Angst, neue, ungewohnte Wege zu gehen. Unser altes Umfeld können wir nur schwer verlassen. Wir können uns nur schwer, auf neue Gegebenheiten in unserem Leben einstellen.

Opfer-Mentalität: Manchmal fühlen wir uns als Opfer der Umstände, anderer Menschen oder übergeordneter Institutionen.

Negatives Selbstbild: Wir fühlen uns klein, eher minderwertig und in machen Phasen sogar wertlos. Das führt dazu, dass wir uns oft leicht bis mittel-stark depressiv fühlen.

Kompensation: Ist unser Selbstwertgefühl extrem schwach, kompensieren wir es dadurch, dass wir uns in irgendeiner Art und Weise über andere überheben, indem: Wir uns anderer extrem intelligenter, überlegen, glauben immer zu wissen was andere denken, mehr Geld haben, eine "bessere Rasse oder Herkunft" haben, einer besseren Religion angehören, weiter, höher oder was auch immer besser sind als andere... oder glauben, dass wir vollständig werden, wenn wir dies werden.

Woraus besteht das Selbstwertgefühl?

Es gibt mehrere Theorien, woraus der Selbstwert eines Menschen besteht und wie man das Selbstwertgefühl stärken kann.

Zählt man alle Theorien zusammen, kann man 9 eindeutige Bestandteile des Selbstwertgefühls herausarbeiten. Je mehr und besser diese Bestandteile praktische Anwendung im Leben eines Menschen finden, desto stärker ist sein Selbstwert.

Selbstbewusstsein: Wir sind uns unserer Gedanken und Gefühle bewusst. Außerdem wissen wir, welche Stärken, Werte, Bedürfnisse, Talente und Wünsche wir haben.

Selbstakzeptanz: Wir akzeptieren uns so, wie wir jetzt sind. Vor allem akzeptieren wir Berieche unseres Lebens, wegen denen wir uns schnell minderwertig und wertlos fühlen, wie zum Beispiel unseren Körper. Dabei erkennen wir, was wir in Zukunft so lassen wollen und was wir an uns wirklich noch verändern und verbessern wollen. Für einen starken Selbstwert verändern wir nur Dinge, die unserer Gesundheit zugute kommen und unsere Stärken, Werte und Wünsche fördern.

Selbstverantwortung: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Gedanken, Gefühle, Handlungen, Ergebnisse und Menschen/Umstände in unserem leben. Wir versuchen, so wenig Schuld wie möglich an irgendwas/irgendjemand abzugeben.

Dankbarkeit: Wir üben Dankbarkeit gegenüber alles in unserem Leben - vor allem für die Menschen in unserem Leben (auch wenn es nur die Eltern sind). Wir versuchen, in allem Negativen einen Grund zum Wachstum zu sehen und wahr zu nehmen. Wir fokussieren uns deutlich mehr auf Dinge, für die wir dankbar sein können als auf Dinge, negative Gefühle in uns erzeugen.

Selbstliebe/Selbstannahme: Wir nehmen uns an, wie wir jetzt sind. Wir lieben uns, wie wir jetzt gerade sind. Das bedeutet nicht, dass wir später auch etwas an uns und unserer Situation verändern.

Selbstfürsorge: Wir sorgen dafür, dass es uns gut geht, indem wir oft auch mal an uns denken. Falls wir Hilfe brauchen und in irgendeinem Bereich nicht alleine voran kommen, holen wir sie uns.

Selbstbehauptung: Wir setzen unsere Stärken, Werte, Bedürfnisse, Talente und Wünsche im Leben durch - ohne moralische Normen und/oder die Rechte anderer zu verletzen. Beispiel: Wenn wir viel Geld wollen, bauen wir ein Geschäft in irgendeinem guten Bereich auf, aber zocken keine Menschen ab. Wie gut wir das schaffen, zeigt sich in unserer Selbstwirksamkeit.

Zielgerichtet Leben: Wir setzen uns große Ziele, die wir in realistische Zwischenziele unterteilen. Diese entwickeln wir aus unseren echten Stärken, Talenten, Werten, Bedürfnissen und authentischen Wünschen.

Durchsetzungsvermögen: Wir können uns auch mal gegen Menschen durchsetzen, die nicht unserer Meinung sind - ohne uns von diesen in alte Muster zurück holen zu lassen.

Das Selbstwertgefühl ist das Immunsystem der Seele

Ein starker Selbstwert führt dazu, dass wir Menschen uns von jeglichen negativen Einflüssen im Außen abgrenzen können. Wie ein Schild, das uns vor Angriffen verteidigt oder sogar verhindert, das auf uns geschossen wird. So wie uns unser körperliches Immunsystem vor schlimmen Krankheiten schützen kann, kann uns auch unser Selbstwertgefühl in schweren Zeiten helfen, nach vorn zu schauen, mutig voran zu gehen und unsere Probleme irgendwie zu lösen.

Niedriges Selbstwertgefühl ist nicht nur der häufigste Grund dafür, dass ein Mensch sich minderwertig, wertlos und unerfüllt im Leben fühlt, sondern vor allem der Grund, warum wir nicht das im Leben bekommen/halten, was unsere tiefsten Grundbedürfnisse sind. Das führt dazu, dass wir nicht in der Lage sind, unseren Sinn des Lebens zu finden, wirkliche Erfüllung im Leben zu bekommen und andere Bedürfnisse damit in Einklang zu bringen.

Es bestimmt also unsere gesamte Lebensqualität und hat einen sehr großen Einfluss darauf, ob wir körperlich und mental gesund sind. Während die meisten Menschen auf eine Erlösung im Leben oder Jenseits warten, können wir erlöst werden, indem wir einen starken Selbstwert aufbauen und uns so lieben, akzeptieren und annehmen wie wir jetzt sind und genau wissen, was wir für unsere Zukunft wollen. Dazu gehört auch, unsere Ängste und Zweifel zu erkennen und zu akzeptieren, denn dadurch lösen sie sich langsam aber sich auf.