Positives denken: Diese 7 Fehler vermeiden und 5 effektive Tipps zum Positiv denken

Positiv denken kann uns in allen Lebensbereichen extrem unterstützen. Negatives Denken hingegen behindert uns oft und führt meist unmerklich dazu, dass wir uns in Job, Liebe und Gesundheit im Weg stehen oder in eine falsche Richtung gehen.

In diesem Beitrag möchte ich dir die 7 häufigsten negativen Denkmuster vorstellen, die dich im Leben behindern und nicht nur zu Selbstzweifeln, sondern auch Unglück im Leben führen. Negative Gedanken führen nämlich dazu, dass wir immer wieder das gleiche Fühlen und erleben oder sogar immer mehr davon. Wenn wir diese Gedanken und Gefühle nicht beobachten und hinterfragen, können sie uns sehr schnell zu einem schwachen Selbstwertgefühl führen und depressiv machen.

Deshalb ist es wichtig, die eigenen negativen Gedankenmuster zu beobachten. Danach zeige ich dir die 7 wichtigsten Grundsätze des Positiven Denkens und wie man sie richtig anwenden kann.

7 Gedankenfehler beim positiven Denken

Denken im Extremen: Vielleicht hast du es bei dir schon häufiger mal beobachtet. Du denkst, dass es in den verschiedenen Bereichen den Lebens, wie in der Liebe oder im Beruf nur einen richtigen Weg gebe oder, dass alles sofort und schnell und am besten perfekt passieren muss. Die Liebe auf den ersten Blick, der Traumjob oder eine magische Wunderpille zum Abnehmen. Wir Menschen neigen sehr stark dazu, ein "Alles oder Nichts Denken" an den Tag zu legen. Entweder schnell oder nicht. Lottogewinn oder harte Arbeit. Oder: "Wenn sie mich verlässt, wird mich nie wieder jemand lieben.", "Wenn ich diese Klausur verhaue, dann werde ich niemals gute Chancen im Beruf haben."

Dieses Denken in Extremen erzeugt natürlich sehr viel Druck, Stress und führt langfristig einfach nur dazu, dass wir oft enttäuscht sind und glücklich sein werden. 

Generalisierung: Wenn wir etwas generalisieren, schließen wir von negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit irrational auf die Zukunft. Zum Beispiel: Wir haben 2 mal schlechte Erfahrungen mit attraktiven Männern gemacht und denken nun, dass attraktive Männer generell nun einmal schlechte Menschen wären. Oder uns wurde gesagt, dass wir nicht sportlich sind und aufgrund dieser Erfahrung glauben wir, dass wir von Natur aus nicht sportlich wären, obwohl wir nie richtig Sport getrieben haben (zum Beispiel im Fitness-Studio).

Verallgemeinerung: Neben der Generalisierung neigen wir auch sehr oft dazu, Dinge zu verallgemeinern, die man nicht verallgemeinern sollte. Die Energie richtet sich auf das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Wenn wir also ständig verallgemeinern, dass wir generell ein Versager sind oder, dass man allen Männern nicht über den Weg trauen kann, blenden wir automatisch immer mehr Informationen in unserer Lebensrealität aus, die uns das Gegenteil davon beweisen. Weiterhin kann es auch passieren, dass wir uns aufgrund unserer negativen Überzeugungen unbewusst auf eine Weise sabotieren, die es zulässt, dass wir immer wieder die Bestätigung unserer Verallgemeinerung durch unser Verhalten in unser Leben lassen.

Personalisieren: Bei diesem negativen Gedanken-Vorgängen beziehen wir negatives Verhalten anderer Menschen oder Missgeschicke auf unser Selbst. Zum Beispiel, wenn wir einen Korb von einer Frau bekommen, andere Menschen uns schlecht behandeln oder wenn wir einen bestimmten Job nicht bekommen. Was wir dabei jedoch meistens völlig außer Acht lassen ist, dass nicht wir selbst das Problem sind, sondern oft unsere eigenen Gedanken und Gefühle, die dann automatisch zu Wirkungen in der Welt, also zum Beispiel unser Verhalten, führen. Weiterhin können natürlich auch externe äußere Umstände verantwortlich sein, für die wir selbst persönlich nichts können.

Katastrophisieren: Hier überschätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass etwas eintrifft, was uns nicht zugute kommt massiv. Dies führt dann dazu, dass wir uns selbst extrem unter Druck setzen und/oder bestimme Sachen nicht trauen. Ein Beispiel dafür ist: "Wenn ich die Klausur verhaue, werde ich von der Universität fliegen, alle werden über mich lachen und ich werde nie wieder einen guten Beruf bekommen." oder "Wenn mich diese Frau ablehnt, werden mich alle auslachen und ich werde mich so schlecht fühlen, dass ich mir nie wieder trauen werde, eine Frau anzusprechen.

Konkurrenzdenken: Gerade wenn es um die Themen Dating und Beruf geht, haben wir oft das Gefühl, sehr starke Konkurrenten zu haben. Das kann sein, jedoch nur dann, wenn wir nicht unsere Stärken nutzen, die uns von 95% aller Menschen unterscheiden. Das Problem ist, dass wir niemals wir selbst sein werden, wenn wir uns zu stark auf die Konkurrenz konzentrieren. Lieber sollten wir unseren Platz auf dieser Welt suchen und dann werden wir von Natur aus besser sein als unsere Konkurrenz und somit langfristig am Markt bestehen. Idealerweise passt dieser Platz auch zu unseren Werten, Interessen und zu unserer Leidenschaft, denn dann werden wir zusätzlich auch noch glücklich.

Leistungsdenken: Bei dieser Form des Denkens glauben wir fälschlicherweise daran, dass wir noch keine guten Ergebnisse erzielen, weil wir noch nicht genug geleistet haben - obwohl wir einfach nur unsere Strategie überdenken müssen. Beispiel: Wir versuchen, beim Chef gut anzukommen, indem wir alles immer perfekter machen.Vielleicht sollten wir einfach unsere innere Einstellung ändern, freundlicher und offener zum Chef sein und ihm mal eine Überraschung machen.

Auslassung: Der letzte Klassiker des negativen Denkens ist das Auslassen dessen, was gut gelaufen ist und der Fokus auf den (derzeit) negativen Begebenheiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man positives in der Gegenwart oder Zukunft auslässt. Oft unterschätzen wir maßlos, welche fantastischen Auswirkungen unsere gegenwärtigen bzw. vergangenen Handlungen auf unsere Zukunft haben werden. Versuchen wir zum Beispiel Muskeln aufzubauen, werden wir in den ersten Monaten wenige Ergebnisse sehen. Diese wenigen Ergebnisse bilden jedoch die Grundlage für bessere und schnellere Ergebnisse in der Zukunft. So sieht es in fast allen Bereichen des Lebens aus. 

6 Tipps zum positiven Denken

Leben im Jetzt: Viele Philosophen und Psychologen sind sich einig, dass negative Gedanken und Gefühle immer dann viel Platz bekommen, wenn wir unbewusst negativ über unsere Vergangenheit oder Zukunft nachdenken. Meist tritt das völlig automatisch ein und wir bemerken das gar nicht mehr, wie die Gedanken in die Vergangenheit und Zukunft abrutschen und dadurch negative Gefühle und Handlungen entstehen.

Aus diesem Grund sollten wir es regelrecht trainieren, stärker im Hier und Jetzt zu leben bzw. die Fähigkeit erwerben, schneller ins Hier und Jetzt zu kommen. Hierfür gibt es zahlreiche Übungen, wie zum Beispiel Meditation oder Autogenes Training. In den meisten Fällen reichen jedoch normale Achtsamkeitsübungen.

Bei diesen Übungen richtet man seine Aufmerksamkeit auf das Jetzt und seinen Körper. Wie beim Muskeltraining darf man es auch hier nicht übertreiben. 30 Minuten pro Tag sollten normalerweise völlig ausreichen.

Schreibe die Gedanken auf: Um mehr Bewusstsein über immer wiederkehrende negative Gedanken zu bekommen, bietet es sich an, die so viele Gedanken wie möglich einige Wochen in Echtzeit aufzuschreiben. So kann man auch schnell Muster erkennen, wie zum Beispiel, dass man seinen eigenen Körper nicht mag, Angst vor der Zukunft hat oder unbewusst glaubt es nicht verdient zu haben, einen erfüllenden Beruf zu bekommen. Wenn wir erst erkannt haben, wo das Problem liegt, wie zum Beispiel Angst vor der Einsamkeit oder irgendwelche negativen Glaubenssätze, kann man das Problem angehen.

Vermeide negative Informationen: Gerade wenn wir leicht depressiv sind oder noch ein schwaches Selbstwertgefühl haben, gieren wir regelrecht nach negativen Informationen. TV und Internet macht es uns noch einfacher, an schlechte Nachrichten und Verschwörungstheorien zu kommen. Selbstbewusste Menschen, die positiv denken, wissen, dass das Gift für die Seele ist. Wenn wir positives Denken verinnerlichen wollen, sollten wir uns so wenig wie nur möglich mit negativen, beängstigenden Informationen beschäftigen. In dieser Zeit sollten wir uns mit unseren positiven Interessen und vor allem mit Dingen beschäftigen, die uns und andere privat und persönlich weiter nach vorn bringen.

Dankbarkeit: Zu den effektivsten Übungen, um positiv denken zu können, ist die Dankbarkeit. Dankbar zu sein ist deshalb so wirkungsvoll, weil wir uns immer wieder fragen: "Warum bin ich jetzt dankbar." und unser Gehirn wird immer mehr Gründe finden. Anfangs mag es schwer sein aber schreibe dir einfach jeden Tag einige Dinge auf, für die du dankbar sein kannst, zum Beispiel in eine Art Tagebuch. Darunter sollten auch Sachen an uns selbst, unseren Körper und Erfolge aus der Vergangenheit sein. Diese Dinge werden darauf reagieren und du wirst mehr Gutes in dein Leben ziehen, wenn die Dankbarkeit ehrlich gefühlt ist. Aber nicht nur für Dinge, die wir haben, wie unsere Gesundheit oder unsere Familie, sollten wir dankbar sein. Auch für zukünftige Ereignisse, die noch gar nicht eingetreten sind, wie die Beziehung mit dem Lebenspartner, können wir bereits jetzt dankbar sein. 

Selbstbewusstsein: Sicher kennst du das Sprichwort: "Wer einen Willen hat, findet den Weg." Wenn wir genau wissen, was wir wirklich wollen, fällt es uns viel, viel leichter negative Gedanken und Gefühle, die uns daran hindern das zu bekommen, zu erkennen. Die Realität ist jedoch, dass die meisten überhaupt gar nicht wissen, was sie wirklich wollen und derzeit keine Ziele haben. Aber wie auch? Nirgendwo lernen wir zu erkennen, was wir in den verschiedenen Lebensbereichen wirklich wollen und, dass das Finden und Erfüllen dieser Wünsche nicht von Jetzt auf Gleich passiert, sondern manchmal monate- bis jahrelange Entwicklung bedarf. Viele Menschen stagnieren ab einem bestimmten Punkt in ihrem Leben und hören einfach auf damit, sich neue Ziele zu stecken. Wenn wir jedoch positiv denken möchten, sollten wir immer neue Ziele haben, die zu unseren Stärken und Wertvorstellungen passen.

Gib nicht auf und übernimm Verantwortung: Vielleicht fühlst du dich jetzt nicht glücklich und hast noch unerfüllte Wünsche. Häufig machen wir den Fehler zu glauben, dass uns etwas in der Zukunft, wie ein perfekter Partner oder der Traum-Körper, glücklich machen wird. Diese Dinge sind nett, jedoch wirst du sie nicht bekommen bzw. sie werden dich nicht glücklich machen, wenn du dein Glück im Hier und Jetzt davon abhängig machst. Übernimm deshalb Verantwortung für deine Gedanken, Gefühle und Handlungen, denn diese sind die Ursache für das, was in deiner Zukunft passieren wird. Mache dich emotional unabhängiger von dem, was in deinem Leben passiert und richte deine Emotionen kontinuierlich immer mehr auf das, was du willst - selbst, wenn es nicht da ist. Das funktioniert sehr gut mit Achtsamkeits- und Entspannungsübungen.